GRUMS®- Heidelberger Gruppenkonzept für Myofunktionelle Störungen
Myofunktionelle Störungen bei Kindern sind nicht als Fehlgewohnheiten zu betrachten, die sich durch einfache Verhaltensanweisungen beheben lassen.
Häufig beruht die Fehlfunktion im Bereich der Mundmotorik, des Schluckens und der Artikulation auf Problemen in der Gesamtentwicklung des Kindes. GRUMS, das Heidelberger Gruppenkonzept für Myofunktionelle Störungen, berücksichtigt außer der Mundmotorik, Lautbildung und oralen Wahrnehmung auch Unsicherheiten in der grobmotorischen Bewegungskoordination, Probleme im Spracherwerb und Aufmerksamkeitsdefizite.
Nicht zu trennen von dem Behandlungsziel der Funktionsverbesserung im orofacialem Bereich, geht es bei GRUMS auch um eine Verbesserung der kommunikativen Fähigkeiten der Kinder, dem Abbau von Störungsbewußtsein und eine verbesserte Frustrationstoleranz.
Besonders wichtig ist ein früher Behandlungsbeginn (ab 4 / 5 Jahren), weil sich dadurch erfahrungsgemäß häufig auch ohne Schlucktraining die orofacialen Dysfunktionen wirkungsvoll regulieren lassen und teure kieferorthopädische Folgebehandlungen verkürzt oder sogar vermieden werden können.
© Barbara Lleras










